[ Historische Festungsstadt Jülich ]
Die Stadt Jülich blickt auf eine lange Geschichte als Festungsstadt zurück.
Gegründet zu Beginn unserer Zeitrechnung als römische Raststation
Juliacum wurde die Stadt um 310 erstmalig durch die Römer befestigt.
Die Lage des polygonalen Kastells ist im Straßenpflaster der
Altstadt durch graues Natursteinpflaster gekennzeichnet.

1238 wurde Jülichs erstmals als Stadt urkundlich erwähnt.
Um 1340 erhielt die Stadt eine neue Befestigung. Noch heute zeugen das Rurtor, im Volksmund "Hexenturm" genannt und ein Rest der Stadtmauer in einem Hof in der Poststraße von der mittelalterlichen Befestigung.
1356 wurde die Markgrafschaft Jülich zum Herzogtum (Herzog Wilhelm I.) erhoben.
Zum Schutz vor modernen Pulvergeschützen wurden unter Herzog Wilhelm V. Zitadelle und Stadtbefestigung in der in Italien entwickelten "Bastionärtechnik" errichtet.

Die Weiterentwicklung der Pulverwaffen hatte auch einen weiteren Ausbau der Festung zur Folge. Die größte Erweiterung erfuhr die Festung in französischer Zeit (1794-1814) mit dem Brückenkopf am Westufer der Rur.

16. Jahrhundert ein einmaliges Ensemble.
Die Zitadelle beherbergt heute das städtische Gymnasium und eine museale Präsentation des Stadtgeschichtlichen Museums Jülich. Der napoleonische Brückenkopf ist eingebettet in den Brückenkopf-Park Jülich, der aus dem ehemaligen Landesgartenschaugelände 1998 hervorging.
Ausführliche Informationen zur Jülicher Geschichte finden Sie hier.
